Antwort 3: Ganz praktisch würde ich immer zuerst online im opac/UB-Online-Medien-Katalog nachsehen, ob es dort nicht auch online verfügbare Lehr-/Fallbücher gibt. Mittlerweile gibt es dort überraschend viele; mindestens ein Lehrbuch
zu jedem Rechtsgebiet sollten Sie dort als eBook finden. Das hat auch den Vorteil, dass man einfacher nach Schlagworten suchen kann. Wenn Sie nicht gut am Bildschirm lesen können, würde ich dann langfristig eher in einen guten Drucker/ein Tablet mit gutem
Display als in Bücher investieren. Fallbücher findet man seltener online. Dann lohnt sich die Investition - solange die Lehrbuchsammlung geschlossen hat - auf jeden Fall. Sie brauchen dabei aber gerade zB im Sachenrecht oder in der ZPO nicht immer die aktuellste
Auflage. Sie können daher ohne Weiteres auch gebraucht online die Vor- oder sogar Vorvorauflage bestellen. Zumindest zu den wichtigen und umfangreichen Rechtsgebieten im Zivilrecht (Sachenrecht und ZPO im 3. Semester) würde ich ein Fallbuch durcharbeiten und
dann ggf. in der jetzigen Situation auch kaufen:
- Zur ZPO hat aber bspw. Prof. Riehm ausgezeichnete Fälle online (https://ilias.uni-passau.de/ilias/goto.php?target=crs_80000&client_id=intelec;
teilweise müssen Sie auf die einzelnen Einheiten klicken; die Fälle entstammen zT Fallbüchern, zT dem Münchner Examinatorium). Prof. Riehm hat auf seiner Website übrigens auch einen sehr empfehlenswerten Podcast zur ZPO online (Vorlesungsaufzeichnung).
- Für Sachenrecht würde ich auf jeden Fall den Neuner empfehlen (natürlich sehr anspruchsvoll).
Im Strafrecht reicht meines Erachtens für das abstrakte Wissen das Skript von Prof. Satzger bis ins Examen in Kombination mit dem Beulke Klausurenkurs I (jetzt im 3. Semester; später dann die weiteren Bände). Auch im Strafrecht ändert sich idR
im Kernpflichtfachstoff nichts weltbewegendes.
Im öffentlichen Recht habe ich nie mit Lehr- oder Fallbüchern, sondern immer mit den Tutoriums-Fällen und auch bereits sehr früh mit den online frei verfügbaren Examinatoriums-Fällen gearbeitet.