bavarikon: Neue Inhalte - September 2016

Geschichte Bayerns (GBay) geschichtebayerns at kbl.badw.de
Mi Okt 5 09:43:33 CEST 2016


Von: irma.bachhammer at bsb-muenchen.de
Datum: 30.09.2016
Thema: bavarikon: Neue Inhalte - September 2016

Handschriften, Drucke, Manuskripte und Briefe: In bavarikon wurden literarische Schätze aus zwölf Jahrhunderten veröffentlicht, die in ihrer Entstehung, Überlieferung und Wirkung einen Bezug zu Bayern haben und in die Literaturgeschichte eingegangen sind. Die bavarikon-Sammlung "Literatur in Bayern" enthält über 300 Digitalisate aus den Beständen der Bayerischen Staatsbibliothek. Wir stellen Ihnen einige Höhepunkte vor:

Wessobrunner Gebet
Das Wessobrunner Gebet ist das älteste überlieferte Stück christlicher Stabreimpoesie. Das Gebet in bairischer Schreibsprache wurde nach 800  in eine ansonsten lateinische Handschrift auf Bl. 65v-66r eingefügt. Es besteht aus zwei Teilen: dem "Wessobrunner Schöpfungsmythos", einem kurzen Text aus neun lückenhaften Stabreimversen und dem eigentlichen Gebet in frei rhythmisierender Prosa. Das Werk ist unter dem Titel "De poeta" als einziger größerer deutscher Text in der lateinischen Sammelhandschrift überliefert.
Zum Digitalisat: http://bavarikon.de/object/bav:BSB-HSS-00000BSB00031771

Ulrich Füetrer:  Buch der Abenteuer der Ritter von der Tafelrunde  "Das Buch der Abenteuer" ist die größte deutsche Pergamenthandschrift der Bayerischen Staatsbibliothek. Der Landshuter Hofmaler und -dichter Ulrich Füetrer schuf diese zwischen 1473 und 1481 im Auftrag Herzog Albrechts IV. Sie enthält eine Geschichte des Grals- und Artusreiches in etwa 12.000 Strophen. Der epische Zyklus ist eine Zusammenstellung von 13 höfischen Romanen des 13. Jahrhunderts, der u. a. von den Abenteuern erzählt, die die Ritter von der Tafelrunde zu bestehen haben.
Zum Digitalisat:  http://bavarikon.de/object/bav:BSB-HSS-00000BSB00074101

Lorenz von Westenrieder: Das Leben des guten Jünglings Engelhof
Der wohl bedeutendste bayerische Roman der Aufklärung im 18. Jahrhundert ist "Das Leben des guten Jünglings Engelhof" von Lorenz Westenrieder (1748-1829). Der Roman beschreibt im bunten Wechsel von Dokumenten, Briefen, Tagebuchblättern und direkter Erzählform die Lebens- und Leidensgeschichte eines edelgesinnten, mittellosen Akademikers, der mit der Erziehung zweier Grafenkinder betraut ist. Gleichzeitig möchte er reformierend in Justiz, Armenpflege und Volkserziehung wirken. In seiner Aufrichtigkeit und Unfähigkeit zur Anpassung geht er schließlich als Opfer von Intrigen zugrunde.
Zum Digitalisat: http://bavarikon.de/object/bav:BSB-HSS-00000BSB00105648

Jean Paul: Selina oder über die Unsterblichkeit der Seele "Selina oder die Untersterblichkeit der Seele" ist Jean Pauls (1763-1825) letzte größere Arbeit. Sie blieb unvollendet. Die digitalisierte, 136 Seiten umfassende Papierhandschrift über die Unsterblichkeit stammt von seiner Hand und enthält die Kapitel 1 bis 4. Bei seinem Tode lagen neun der geplanten zwölf Kapitel vor. Jean Paul, eigentlich Johann Paul Friedrich Richter, gilt als singuläre Gestalt der deutschen Literaturgeschichte - sein umfangreiches Werk bildet sowohl zur Weimarer Klassik als auch zur Romantik einen Gegenentwurf.
Zum Digitalisat: http://bavarikon.de/object/bav:BSB-HSS-00000BSB00102926

Lena Christ: Abschiedsbrief
Zu den neuen literarischen Schätzen in bavarikon gehören auch wertvolle Einzelstücke aus dem Bestand der Bayerischen Staatsbibliothek, u. a. ein Abschiedsbrief der altbayerischen Volksschriftstellerin Lena Christ (1881-1920). Dieser richtet sich an einen nicht näher bekannten Professor, datiert auf den 29. Juni 1920, einen Tag vor ihrem Freitod auf dem Münchener Waldfriedhof. Er ist Zeugnis verzweifelter Hilflosigkeit und Ohnmacht.
Zum Digitalisat: http://bavarikon.de/object/bav:BSB-HSS-00000BSB00085948

Weiter Informationen zur bavarikon-Sammlung "Literatur in Bayern" finden Sie in einer detaillierten Beschreibung: http://www.bavarikon.de/object/bav:BSB-CMS-0000000000001051
Eine Übersicht aller online gegangenen Objekte zur "Literatur in Bayern" finden Sie hier: http://www.bavarikon.de/object/bav:BSB-CMS-0000000000001051

Über bavarikon
bavarikon ist das Portal zur Kunst, Kultur und Landeskunde des Freistaats Bayern. Es ist spartenübergreifend angelegt und enthält Inhalte aus Archiven, Bibliotheken und Museen. Das Portal macht das vielfältige kulturelle Erbe Bayerns weltweit kostenlos zugänglich; es richtet sich sowohl an die breite kulturinteressierte Öffentlichkeit wie an wissenschaftliche Nutzer. bavarikon ist ein Modul des bayerischen Kulturkonzepts. bavarikon ist ein Gemeinschaftsprojekt des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst sowie des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat. Die Entscheidung über Digitalisierungsvorhaben trifft der aus dreizehn Mitgliedern bestehende bavarikon-Rat. Die Bayerische Staatsbibliothek trägt den laufenden redaktionellen, technischen und organisatorischen Betrieb von bavarikon.


Irma Bachhammer
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